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Open Racer

„Alles erlaubt" ist schneller gesagt als gemeint

Open Racer ist die Klasse ohne Reglement. Das heißt nicht, dass es keine Regeln gibt — es heißt, dass sie in einen Absatz passen:

Maßstab 1:28. Gummireifen. Ein Transponder, den unsere Zeitmessung erkennt.

Das war es. Motor, Chassis, Übersetzung, Karosserie — alles deine Sache. Was es im Maßstab gibt und für Glattbahn taugt, darf auf die Strecke.

Gummi. Nur Gummi.

Das ist die eine Regel, bei der wir ungemütlich werden: Gummireifen. Keine Silikonreifen. Kein Haftmittel.

Der Grund ist die Strecke selbst. Haftmittel und Silikon ruinieren sie — und zwar nicht irgendwann, sondern an dem Abend, an dem jemand damit ankommt. Was unter deinem Auto klebt, klebt hinterher auf unserer Bahn, und darauf fährt dann die ganze Halle. Drei beeindruckende Runden für dich, ein verdorbener Abend für alle anderen. Deshalb: auf der Strecke verboten, ohne Diskussion.

Bewährt haben sich bei uns Reifen von Marka und PN Racing. Die fahren die meisten hier, man bekommt sie problemlos, und sie halten, was Gummi eben hält.

Dafür ist alles andere frei.

Der Transponder

Ohne geht es nicht — jedenfalls nicht, wenn dich interessiert, wie schnell du warst. Unsere Zeitmessung braucht einen Robitronic- oder ez-Lap-kompatiblen Transponder. Ohne ihn drehst du Runden, die niemand zählt. Auch eine Art zu fahren. Nur eine sehr einsame.

Und dann darfst du deine Zeit ruinieren

Jetzt der schöne Teil: Du darfst auf die Strecke, die Zeitmessung läuft mit — und du darfst deine Rundenzeit nach Kräften verhunzen.

Denn genau das passiert. Unsere Halle ist gemütlich, nicht groß. Wer mit einem Motor anrückt, der für die dreifache Strecke gebaut wurde, ist am Ende vor allem eins: besonders schnell in der Bande. Die Gerade sieht großartig aus. Die Kurve danach ist eine Charakterprüfung.

Das ist kein Konstruktionsfehler, das ist der Reiz. In der Open-Klasse lernt man an einem Abend mehr über Übersetzung, Reifen und die eigene Selbstüberschätzung als in einer halben Saison mit dem braven Auto.

Was hier noch kommt

Diese Seite ist der Rahmen, nicht der Inhalt. Was fehlt, sind die Autos selbst: besondere Chassis, gute Pakete, Umbauten, die funktioniert haben — und die, die auf beeindruckende Weise nicht funktioniert haben. Letztere sind erfahrungsgemäß die besseren Geschichten. Das kommt Stück für Stück dazu.

Bis dahin gilt der kurze Weg: 1:28, Gummi, Transponder — bring es mit.